Geschichte ÖBB
Epoche I bis III
Epoche IV bis VI
Fotos Eisenbahnen
Fotos Modellbahnen

Eisenbahn, Eisenbahn, Eisenbahn.

 

Eine fast unendliche Geschichte. Denn zu diesem Thema gibt es ja unendlich vieles zu berichten, schreiben, dokumentieren. In Wort und in Bild.

Dieses Metier interessiert mich schon von Kindheit an undhat mich in Bann gezogen. Erinnerungen werden wach, wenn ich an die Zeit denke, wo noch im alten Bahnhof Feldkirch die grünen Loks der ÖBB fuhren. Der Bahnhof wurde anno 1963 abgerissen und neu gebaut und neuerdings (2003-2007) komplett neu gestaltet und renoviert. Ob es nun die 1180er oder 1245er waren, die legendären Krokodile 1100 oder 1020er, die über den Arlberg die Züge zogen. Oder ob es in den 1960er Jahren revolutionär begann mit dem Transalpin nach Zürich-Basel zu fahren. Der alte Transalpin in der Form der beige-blauen Formation war ja der Paradezug in der Verbindung zwischen Österreich und der Schweiz. Das Urgestein dieser Generation war der Triebwagenzug aus der Baureihe 4030/4130 und später dann der 4010er. Die Triebwageneinheiten wurden dann abgelöst durch Zugsgarnituren mit Lok und Waggons, ab den 90er Jahren zusätzlich mit dem SBB-Panoramawagen. So ändern sich die Zeiten, wie die Züge auch. Die neueste Innovation bei den ÖBB ist der hoch technologisierte Fernreisezug „Railjet“, welcher nun nach Basel fährt und auch  zwischen Budapest und München. Viele solche Garnituren werden noch folgen für den Einsatz nach Graz, Villach, Innsbruck und Bregenz bzw. teilweise schon eingesetzt sind.

Die Geschichte bleibt. Feldkirch ist ein sehr wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Dreiländereck. Außerdem wird die Bahntrasse und Streckenführung durch das Fürstentum Liechtenstein bis zum Grenzbahnhof Buchs (Schweiz) von den ÖBB betrieben und sind österreichisches Eigentum.

Leidenschaftlich begleitet mich die Modelleisenbahn, leidenschaftlich beobachte ich die Veränderungen in der realen Welt des großen Vorbilds.

Nicht nur, dass es eine Geschichte der Lokomotiven gibt, welche den Personen- und Güterverkehr revolutionierten. Denn eben, dass dies auch umgesetzt werden konnte, gibt es eine gleich lange Geschichte im Bau der verschiedenen Waggons.

Personenwaggons in allen Klassen, also von der Premium-1. Klasse, der 1. Klasse, 2. Klasse und 3. Klasse. Diese drei Klassenarten gibt es ja heute noch, obwohl die 3. Klasse in der Form abgeschafft wurde um niemanden zu demütigen oder zu degradieren. Aber durch die Einführung der Premium-Klasse (Railjet), der Business-Class (Transalpin oder Fernreisezüge wie IC), wird durch Aufzahlung dann was Besonderes geboten. Diese Super-1.Klasse hebt sich von der eigentlichen 1. Klasse durch ausgewähltes Interieur, Serviceleistungen und Fahrgastbetreuung ab. Und dann die gewöhnliche Reiseklasse, welche als 2. Klasse deklariert ist.

Alternativ zu den Bundesbahnen verkehrt ab dem Fahrplan 2011/2012 auch auf der Westbahnstrecke bis Salzburg die neue gegründete Privatbahn Westbahn. Hier kommen die bekannten Züge mit Doppelstock zum Einsatz in attraktivem Design. Geliefert aus der Zugschmiede der Schweiz. Jene Zugschmiede, welche auch die neuen Aussichtswagen für die neue Mariazellerbahn liefern wird. Der bedeutende Unterschied zwischen Westbahn und ÖBB ist wohl die Serviceleistung. Es gibt generell nur eine Klasse, mehrere Zugbegleiter für die Betreuung der Gäste, Tickets können auch im Zug ohne Aufschlag erworben werden. Preislich sind die Strecken so berechnet, dass diese dem Wert angepasst sind an den ÖBB mit der ÖBB-Card. Nur, dass bei Westbahn keine Karte erforderlich ist.

Güterwagen haben gleichfalls eine Geschichte und wurden die Gattungen stets den Anforderungen angepasst und gerecht. Da die Wirtschaft und Industrie immer neue Wege einschlug und die Produktionen der Güter sich immens vermehrte an Art, Beschaffenheit, Größe und Verpackung, veränderte sich dementsprechend auch das Rollmaterial der Bundesbahnen auf der ganzen Welt.

Die Entwicklung der Güterwagen und den Gattungen der unterschiedlichen Güterwaggons ist sicherlich ein gesondertes, ausführliches Thema. Von den Güterwagen bin ich besonders angetan. Vielleicht auch deshalb, da ich während meiner beruflichen Ausbildungszeit immer direkt in Verbindung mit diesem Transportmittel war. In der Berufsschule für Speditionskaufleute, (damals noch in Feldbach/Steiermark), mussten wir im Spezialfach Transportkunde sämtliche Arten von Güterwaggons kennen. Auch die Beschriftung der Waggons, Gattungsart, Ländercode usw. Diese Zeit hat mich sicher derart geprägt, dass ich mit Begeisterung den Fuhrpark der Bundesbahnen beobachte und auch meinem Modellbahn-Fuhrpark in der Sparte Güterwagen ein gewichtiges Plätzchen zuordne. Meine berufliche Laufbahn begann Mitte der 1960er-Jahre. Und da hat es hauptsächlich im Güterverkehr nur die Eisenbahn gegeben. Weder eine Rollende Landstrasse, noch ein Huckepackverkehr, noch Wechselaufbauten. Da lief fast alles auf der Schiene. Der Güterverkehr auf der Strasse stand da ja noch in den Kinderschuhen und war erst mit Beginn der 1970er-Jahre von enormen Aufschwung begleitet. Die Kinderschuhe wuchsen schneller und schneller und wurden erwachsener. So auch die Entwicklungen in allen Verkehrsströmungen und deren Verkehrsträger. Bescheiden hielten sich die Verantwortlichen der Bundesbahnen im Hintergrund und übersahen, wie sich ein Markt verändert. Jegliche Innovationen wurden jahrzehntelang schubladisiert und vertraute man auf die Historie der Vergangenheit. Der „Kaiser“ wird’s schon richten, könnte man als Devise ausrufen. Doch die Kaiserzeit ist vorbei. Obwohl zur damaligen Zeit die Kaiser und Könige der Monarchien mitverantwortlich, wenn nicht hauptverantwortlich waren, dass wir heute eine Eisenbahn haben. So war halt die Zeit. Damals.

Die heutigen Kaiser des Güterverkehrs sind die Könige der Landstrasse. Dieser Begriff hatte früher hohen Stellenwert, heute sicher nicht mehr vergleichbar. Ohne diesen technischen Einrichtungen, sprich LKW, wäre der gesamte Warenfluss der Industrie, der Wirtschaft, der Nahversorgung, der Landwirtschaft, der Bauwirtschaft usw. gar nicht realisierbar. Die Wirtschaft wäre fast still gelegt, denn die Bundesbahnen und Privatbahnen können die gigantischen Tonnagen der Produktionen aus aller Welt gar nicht bewältigen. Die Infrastruktur hiezu reicht gar nicht aus, die Innovationen wurden nicht gesetzt. Der Konsens liegt darin, dass beide Akteure, Straße und Bahn, miteinander kooperieren. Dies als kleiner Ausflug in die andere Welt der Verkehrsträger. Ich bleibe jetzt mal lieber bei der Bahn, sonst würde es fast ein politischer Begleittext mit all seinen Facetten der Entwicklungen im Bereich des  Managements, der Strategien, der Meinungsforscher, der Investoren und dem Bürger als Normalverbraucher.

Eisenbahn bleibt Eisenbahn. Wie auch immer.

Eisenbahnen gibt es auf allen Kontinenten. Jeder Kontinent hat seine eigenen Gesellschaften und zweifelsohne die Besonderheiten an Lokomotiven und Waggons. Im europäischen Verkehrsnetz der Eisenbahnen gibt es ja schon etliche Unterschiede. Nicht nur die der Bauarten im Fuhrpark, sondern auch des Stromnetzes, der Schienenbreite und der Schienendichte.

Übergeordnet gibt es einen Dachverband, der das Reglement heraus bringt und verwaltet. Er nennt sich UIC. Die einzelnen Länder der Bahngesellschaften haben ihren eigenen Code. Die Waggons werden mit diesen Codes versehen. Nebst dem Ländercode wird auch auf die Waggonart, Gattung, Gewicht, Maße etc. exakt eingegangen und sind diese auf jedem Waggon angebracht. Natürlich auch im Modellbahnbereich. Muss ja stimmen, odr?????

Der UIC, der Internationale Eisenbahnverband, welcher 1922 in Paris gegründet wurde, hat das Ziel umgesetzt, die weltweite Organisation für die Bahngesellschaften zu sein. Betriebsbedingungen zu vereinheitlichen und die Zusammenarbeit der Gesellschaften zu fördern. Derzeit sind per dato immerhin über 200 Gesellschaften beim Dachverband gemeldet. Der Vorsitzende ist von der DB bestellt und leitet die Organisation. Nebst dem Ländercode war auch noch die Kennzeichnung des RIV notwendig. RIV war die italienische Bezeichnung für die Benützung von Güterwagen im internationalen Verkehr und in einem Übereinkommen reglementiert. Die Basis des RIV-Verbandes stammt aus 1922, ist jedoch mit dem Jahre 2006 endgültig Geschichte, da es durch ein neues Abkommen abgelöst wurde. Die Bezeichnungen RIV sind aber noch in Verwendung. Nur jene Waggons, welche diese Codierungen und Länderbezeichnungen haben, dürfen im internationalen Verkehr und Schienennetz befördert werden. In den Abkommen wird exakt geregelt, welche technischen Bedingungen erfüllt werden müssen um international eingesetzt werden zu können. 

RIV-Nummerierungen waren gegliedert in ·  01-09 ·  11-19 ·  21-29 ·  31-39

Für die Nummerierungen der Wagen ist der UIC zuständig und vergibt auch die Zuteilung an die Bahngesellschaften. In einem besonderen Berechnungsschlüssel und Modus wird die Wagennummer errechnet und bestimmt. Einige gängigen Ländercodes seien hier erwähnt:

81 Österreich

85 Schweiz

80 Deutschland

87 Frankreich

83 Italien

84 Niederlande

51 Polen

52 Bulgarien

53 Rumänien

54 Tschechien

55 Ungarn

56 Slowakei

Über die unterschiedlichen Baureihen der Lokomotiven werde ich vielleicht einen weiteren ausführlichen Bericht formulieren. Mit Gliederung nach Lokarten und der Baureihen. Beginnend mit dem Urgesteinen der Bahngeschichte, den Dampfloks, den Dampftriebwagen. Nachfolgend dann über die Serie der Elektroloks und parallel dazu den Dieselloks und des Dieselrangierloks. Ergänzend die Triebwagen in Dieselausführung und Elektrotriebwagen. (ICE, Desiro, Talent, Wiesel; um nur die neuesten zu nennen) Dabei beschränke ich mich auf die Serien der ÖBB und der DB, da diese in der Nomenklatur fast identisch sind und die Spezifikationen auf Gegenseitigkeit basieren. Wobei in Deutschland auch die Länderbahnen ihre eigenen Klassifizierungen aufwiesen. Teilweise sind einige Privatbahnen noch aktiv, wie die Mittelweserbahn und viele andere. (Badische Bahn, Bayr. Staatsbahnen, Preußische Staatsbahnen, Deutsche Reichsbahn etc. waren früher tragende Gesellschaften im Bahnverkehr). Andere Bahngesellschaften wie die Rhätische Bahn, Schweizer Bundesbahn, die SNCF und auch andere Gesellschaften haben ihre eigenen Baureihen, Klassifizierungen und Achsfolgen.

Auch das Thema der Achsfolgen ist sehr interessant und denke ich, dass mir der Stoff, aus dem die Eisenbahnen geschaffen sind, nicht ausgehen wird.

 

Jänner 2013

HomeEisenbahnenFotosKulturÜber michKontakt
Alle Rechte vorbehalten.